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Wann werden Dividenden ausgezahlt?

Wann werden Dividenden ausgezahlt? Das lässt sich nicht in einem Satz beantworten, da es vom jeweiligen Unternehmen abhängig ist.  Erfreulich einfach für den Anleger ist aber immerhin, dass die Dividenden-Ausschüttung stets automatisch erfolgt. Das heißt, er braucht sich da eigentlich um Nichts kümmern, sondern kann in Ruhe abwarten bis die Erträge seinem Konto gutgeschrieben werden.

Wann werden Dividenden ausgezahlt

Wann werden Dividenden ausgezahlt?

Die allermeisten deutschen, börsennotierten Unternehmen, die eine Dividente ausschütten tun dies einmal pro Jahr. Ein entscheidender Stichtag ist die Hauptversammlung, auf der die Dividende beschlossen wird.

Wer zum Börsenschluss dieses Tages Aktien dieses Unternehmens hält hat auch Anspruch auf die Dividende. Aber wann werden Dividenden ausgezahlt? In Deutschland werden sie in der Regel bis zum dritten Banktag nach der Hauptversammlung auf das Konto des Anteilseigners überwiesen.

Allerdings ist dies keine verpflichtende Regel. Manche Unternehmen zahlen auch die Dividende erst nach Abschluss eines Geschäftsjahres aus.

Da eine Hauptversammlung bis zu acht Monate vor dem Ende eines Geschäftsjahres abgehalten werden kann, ist es also möglich, dass der Anleger nach der Beschlussfassung, eine Dividende auszuzahlen noch wochen- oder sogar monatelang auf diese warten muss.

Fazit
  • Deutsche Unternehmen zahlen meist 1x pro Jahr
  • US Unternehmen zahlen meist 4x pro Jahr
  • Manche REITs zahlen sogar monatlich
  • Die genauen Auszahlungstage variieren von Unternehmen zu Unternehmen

Kommt das Geld direkt auf mein Konto?

Ja, die Dividende wird ohne, dass der Anleger sie einfordern muss direkt auf sein Depotkonto überwiesen. Manchmal besteht die Dividende nicht aus Bargeld, sondern aus Aktien, Aktienanteilen oder sogar aus Sachwerten. Auch diese werden direkt auf das Verrechnungskonto des Aktiendepot des Anlegers überwiesen respektive ihm automatisch überstellt.

Aus steuerlicher Sicht gilt es hinsichtlich der Frage „wann werden Dividenden ausgezahlt“ zu beachten, dass diese zu den Kapitalerträgen des Anlegers zählen und damit der Abgeltungssteuer unterliegen. Die beträgt derzeit 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag sowie eventuell auch noch Kirchensteuer. Die Gesamthöhe der Steuern liegt damit zwischen 26,38 und knapp 28 Prozent. Sie wird von der Depotbank einbehalten und direkt an das Finanzamt überwiesen.

Der Anleger bekommt also eigentlich immer eine sogenannte „Nachsteuerdividende“ ausbezahlt. Liegen seine gesamten, jährlichen Kapitalerträge unter dem Freibetrag, kann er sich die Abgeltungssteuer über seine Steuererklärung zurückholen. Zur Vermeidung dieses Aufwandes kann man seiner Depotbank auch eine entsprechende  Freistellungsbescheinigung  übermitteln. In diesem Fall überweist die Bank dem Anleger die komplette Dividende ohne Steuerabzug.

Manche Banken brauchen länger für die Gutschrift als andere

In der Regel dauern Überweisungen innerhalb Deutschlands einen Tag. Dies gilt auch für die Überweisungen von Dividenden deutscher Unternehmen.

Komplizierter wird die Sache bei Dividenden von im Ausland notierten Unternehmen. Überweisungen, die innerhalb des SEPA-Raums vorgenommen werden (also EU, Island, Schweiz, Norwegen, Monaco und Liechtenstein) müssen laut Gesetz innerhalb von vier Bankarbeitstagen beim Zahlungsempfänger ankommen.

Erfolgt die SEPA-Auslandszahlung Online und in der Eurowährung, so darf diese im gesamten SEPA-Raum ohne Beleg höchstens einen Banktag und mit Beleg höchstens zwei Banktage dauern. Großbritannien ist zwar weder in der EU noch im EWR, aber SEPA-Überweisungen sind dort weiterhin möglich.

Bei allen anderen Ländern dauert eine Überweisung nach Deutschland in der Regel – und abhängig vom jeweiligen Land – zwischen 10 und 14 Tagen, manchmal sogar noch etwas länger. Erfolgen diese Zahlungen im SWIFT-Verfahren, sollte das Geld aber binnen sieben Banktagen auf dem Empfängerkonto ankommen.

Die Beantwortung der Fragen „wann werden Dividenden ausgezahlt“ und „wann werden sie dem Anlegerkonto gutgeschrieben“ hängt also auch davon ab, von welchem Land aus diese Überweisung erfolgt.

Ex-Tag und Auszahlungstag Dividenden

Unterschied zwischen Ex-Tag und Auszahlungstag

Der Ex-Tag wird oft auch „Ex-Dividende-Tag“ oder manchmal auch „Ex-Bezugsrecht“ genannt. Dies ist der Tag, an dem eine Dividende vom Aktienkurswert abgezogen wird. In der Regel erfolgt dieser Dividendenabschlag am Tag nach der Hauptversammlung, auf der die Dividende beschlossen wurde.

Dieser Abschlag ist national und auch internationalüblich und soll verhindern, dass ein Käufer am Beschlusstag eine Aktie kauft und gleich wieder verkauft, um damit die Dividende einzustreichen. Mit dem Ex-Tag verliert also die Aktie das Recht auf die zuvor vereinbarte Dividende.

Der Auszahlungstag ist dagegen der Tag, an dem die Dividende ausgezahlt wird. Jedes Unternehmen unterscheidet selber darüber, zu welchem Termin dies der Fall sein wird. Zwischen der Beschlussfassung einer Dividende auf einer Hauptversammlung und deren Auszahlung können daher durchaus Wochen oder sogar Monate vergehen. Dies ist oftmals bei ausländischen Aktien der Fall, insbesondere wenn diese mehrmals pro Jahr Dividenden ausschütten.

Entscheidend für die Frage „wann werden Dividenden ausgezahlt“ ist also eigentlich der Auszahlungstag, wobei der Ex-Tag und nicht die Hauptversammlung insbesondere bei ausländischen Aktien der sicherste Indikator dafür ist, dass die Dividendenausschüttung kurz bevorsteht.


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