Bestes Depot 2019: Vergleich, Test & wichtige Infos

In unserem Depot Vergleich werden wir verschiedene Anbieter, sogenannte Broker, miteinander vergleichen und Ihnen eine Entscheidungsgrundlage geben. Um an den globalen Aktienmärkten handeln zu können und von den Wertsteigerungen vieler Unternehmen zu profitieren, ist ein Aktiendepot notwendig.

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Depot Vergleich 2019: Bester Broker für Privatanleger

Dieser Aktiendepot Vergleich bezieht sich ausschließlich auf Produkte für Privatanleger. Institutionelle Anleger oder auch Unternehmen benötigen spezielle Produkte und sind von der Nutzung privater Depots ausgeschlossen. Privatanleger profitieren darüber hinaus von den günstigeren Konditionen. Der Depot Vergleich betrachtet nicht nur die Kosten eines Depots, sondern auch das Angebot der Broker und den Kundenservice. Starten Sie mit unserem Depot Vergleichsrechner. Darunter finden Sie detaillierte Infos zu jeder Bank.

Ordervolumen
Euro
Order pro Jahr
Order
Anteil Order über Internet
Durchschnittl. Depotvolumen
Euro
Ordervolumen: 1000 € / Order pro Jahr: 12 Order
Depot
0,00 €
Kosten
Depot p.a.
2,26 €
Kosten
pro Order
27,12 €
Kosten
Gesamt
Trader-Konto
0,00 €
Kosten
Depot p.a.
3,95 €
Kosten
pro Order
47,40 €
Kosten
Gesamt
Depot
0,00 €
Kosten
Depot p.a.
5,90 €
Kosten
pro Order
70,80 €
Kosten
Gesamt
Festpreis-Depot
0,00 €
Kosten
Depot p.a.
7,00 €
Kosten
pro Order
84,00 €
Kosten
Gesamt
Klassik-Depot
0,00 €
Kosten
Depot p.a.
8,90 €
Kosten
pro Order
106,80 €
Kosten
Gesamt
Direkt-Depot
0,00 €
Kosten
Depot p.a.
9,15 €
Kosten
pro Order
109,80 €
Kosten
Gesamt
Wertpapierdepot
0,00 €
Kosten
Depot p.a.
9,90 €
Kosten
pro Order
118,80 €
Kosten
Gesamt
Depot
0,00 €
Kosten
Depot p.a.
9,95 €
Kosten
pro Order
119,40 €
Kosten
Gesamt
DKB-Broker
0,00 €
Kosten
Depot p.a.
10,00 €
Kosten
pro Order
120,00 €
Kosten
Gesamt
Depot
0,00 €
Kosten
Depot p.a.
10,90 €
Kosten
pro Order
130,80 €
Kosten
Gesamt
* Kosten pro Jahr, berechnet auf Basis der aktuellen Konditionen vom 27.03.2019. Bei Wertpapiertransaktionen können zusätzlich zu den Bankgebühren fremde Spesen anfallen. Alle Angaben ohne Gewähr, © 2019 financeAds.net
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Überblick: Aktiendepots von ING Diba, Comdirect & weiteren

Über unseren Depot Vergleichsrechner konnten sie sicher ihre Favoriten schon bestimmen. Nun erhalten Sie zu den einzelnen Banken noch zusätzliche Infos. Am deutschen Markt haben sich hauptsächlich Direktbanken durch günstige Preise und Depotwechsel Prämie sowie Willkommensboni etabliert. Filialbanken bewerben ihre eigenen Aktiendepots auch deutlich weniger offensiv.

Dennoch hat es mit der Sparkasse eine Filialbank in den Wertpapierdepot Vergleich geschafft. Die übrigen Anbieter sind Direktbanken und verfügen daher über kein Filialnetz. Die Betreuung erfolgt per Post, E-Mail oder Telefon. Letztendlich müssen Sie sich Ihr eigenes Bild machen, ob Sie eine Direktbank oder eine Filialbank favorisieren.

ING Diba Depot

bestes Diba DepotDas Direkt-Depot der ING Diba (Angebote ansehen) verursacht keine laufenden Kosten, da es keine Depotführungsgebühr besitzt. Für 4,90 Euro zuzüglich 0,25 % des Kurswertes können Wertpapierkäufe getätigt werden. Im Depot Vergleich gibt es zwar günstigere Anbieter, wenngleich die ING definitiv kein teures Angebot macht. Mit regelmäßigen Aktionen können die Gebühren für den Anleger noch weiter gesenkt werden.

Die ETF Fre Buy Aktion ermöglicht es beispielsweise ausgewählte ETF´s kostenlos zu handeln. Solche Aktionen sind allerdings zeitlich begrenzt. Generell bietet die ING Diba ab 50 Euro für über 200 Fonds, Aktion und ETF´s Sparpläne an. Für diese fallen Gebühren von 1,75 % der Sparplanrate an. Eine Mindesteinlage ist nicht notwendig und das Verrechnungskonto ist durch die Deutsche Einlagensicherung geschützt. Neben der Depotführung im Browser kann der Handel auch per Telefon oder App durchgeführt werden.

Die ING Diba schneidet damit im Depot Vergleich gut ab. Lediglich die Ordergebühren sind etwas höher als bei anderen Anbietern.

Sparkasse (sBroker):

Die Sparkasse ist in unserem Depot Vergleich die einzige Filialbank. Der sBroker (Angebote ansehen) steht dabei vielen Direktbanken in nichts nach. Die jährliche Depotgebühr von 3,99 Euro pro Monat entfällt, sobald mehr als ein Trade pro Quartal durchgeführt wird oder der Depotbestand höher als 10.000 Euro ist. Die Orderprovision liegt bei 4,99 Euro zuzüglich 0,25 % vom Orderwert. Sparpläne auf diverse Wertpapiere können darüber hinaus kostenlos ausgeführt werden.

Neben allen deutschen Börsen können auch Aufträge an US-Börsen platziert werden. Für Vieltrader winken attraktive Boni. Bis zu 80 % der Orderprovisionen lassen sich sparen. Dafür ist jedoch eine Orderanzahl von 5.000 pro Jahr notwendig. Für unseren Depot Vergleich ist dieses Bonusprogramm daher zweitrangig, weil Privatanleger selten so viele Aufträge platzieren. Für Kleinanleger interessanter dürften die diversen Aktionen für Fonds und ETF´s sein. Bei vielen Produkten fallen im Aktionszeitraum keine Ordergebühren an oder die Ausgabeaufschläge für aktiv gemanagte Fonds werden erlassen.

Auch die Sparkasse erreicht damit im Depot Vergleich ein gutes Ergebnis. Insbesondere die Rabatte für Vieltrader können im Einzelfall sehr interessant sein.


Comdirect Depot

Depot Vergleich ComdirectBei der Suche nach dem besten Depot sollte man auch die Comdirect berücksichtigen. Das Depot der Comdirect (Angebote ansehen) ist die ersten drei Jahre von einer Depotführungsgebühr befreit. Innerhalb der ersten 12 Monate beträgt zudem die Orderprovision pauschal 3,90 Euro.

Sehr positiv für den Depot Vergleich fällt die Prämie von bis zu 150 Euro auf. Als Neukunde erhalten Sie 100 Euro und für den Fondskauf- oder Übertrag gibt es weitere 50 Euro Aktivitätsprämie. Für den Online Depot Vergleich sind aber auch die Handelsplätze und Wertpapiere entscheidend. Zugelassen sind bis zu 10.000 Fonds und 1.000 ETF´s. Bis auf CFD´s können alle Wertpapiere an deutschen Handelsplätzen ge- und verkauft werden.

Genau wie bei uns schneidet die Comdirect auch im Wertpapierdepot Vergleich der Euro am Sonntag aufgrund dieses großen Angebots an Wertpapieren mit sehr gut ab.


Targobank Wertpapierdepot

Targobank aktiendepotGleich drei Depots gibt es bei der Targobank (Angebote ansehen) zur Auswahl. Grundsätzlich handelt es sich um eine Filialbank aber einige Angebote schließen eine persönliche Beratung aus. Sie können zwischen dem Direkt Depot, dem Klassik Depot und dem Plus Depot wählen. Welches Depot für Sie das Richtige ist, hängt ganz von Ihren persönlichen Vorlieben ab, wie Sie gleich sehen werden. Im Depot Vergleich bewerten wir die Wahlmöglichkeit zwischen mehreren Depots grundsätzlich als positiv.

Das Direkt Depot wird ohne einen Filialbesuch eröffnet und auch rein online geführt. In den ersten 12 Monaten beträgt die Orderprovision pauschal 4,90 Euro pro Order. Auf viele nationale und internationale Fonds gibt es bis zu 50 % Rabatt auf die Ausgabeaufschläge. Im Depot Vergleich schneidet das Direkt Depot gut ab. Es ist klar und übersichtlich strukturiert ohne unnütze Funktionen. Die Zahl der angebotenen Fonds ist allerdings geringer als bei anderen Anbietern und der Preis steigt nach den 13 Monaten auf 8,90 Euro pro Order. Von der Struktur ähnelt das Direkt Depot den Angeboten reiner Direktbanken.

Targo BankMit dem Klassik Depot bietet die Targobank eine Mischform aus Direkt- und Filialangebot an. Auch in anderen Depotkonto Vergleichen wird oft das Klassik Depot herangezogen. Die Depotführung ist kostenlos, sofern mindesten 50.000 Euro Depotvolumen erreicht sind und neben dem Online Handel ist auch die Beratung in einer Filiale möglich. Die Orderprovision beträgt 8,90 Euro pro Trade und ist damit bereits teurer als im Direkt Depot. Neben der zusätzlichen Beratung bietet das Klassik Depot keine anderen Konditionen als die direkt Version. Im Depot Vergleich kommt daher auch die Targobank auf eine gute Bewertung. Wesentlich höher dürften die Kosten jedoch nicht ausfallen.

Als Premiumangebot wird das Plus Depot beworben, was sich in unserem Depot Vergleich nur begrenzt bestätigt. Auch hier sind 50.000 Euro Depotvolumen notwendig. Andernfalls werden pro Monat 2,50 Euro Gebühren fällig. Die Orderprovision wird nicht mehr als Preis pro Ausführung berechnet, sondern in Prozent (1,25 % bzw. 1,75 %) vom Depotvolumen. Diese pauschale Provision deckt bis zu 50 Trades ab. Alle Bewegungen darüber hinaus werden mit 8,90 Euro abgerechnet. Diese Kostenstruktur ist nicht nur intransparent, sondern auch teuer. Das exklusive Depot-Reporting macht diesen Fakt kaum wett. Die Kosten pro Trade können Sie anhand der folgenden Beispiele erkennen:

  • Depotvolumen: 200.000 Euro, Trades pro Jahr: 100 (Kosten gesamt: 945 EUR, Kosten pro Trade: 29,45 EUR)
  • Depotvolumen: 50.000 Euro, Trades pro Jahr: 50 (Kosten gesamt: 625 EUR,  Kosten pro Trade: 12,50 EUR)
  • Depotvolumen: 20.000 Euro, Trades pro Jahr: 10 (Kosten gesamt: 280 EUR, Kosten pro Trade: 28 EUR)

Für mittlere Depotgrößen ist das Plus Depot damit noch am ehesten geeignet aber immer noch vergleichsweise teuer. Für große und kleine Depotwerte ist es nicht zu empfehlen. Daher gibt es auch nur ein ausreichend in unserem Depot Vergleich.


Onvista Depot

onvista aktiendepot vergleichBei Onvista sind zwei verschiedene Depotmodelle im Angebot, wobei beide Varianten zu den besten Produkten in unserem Depot Vergleich gehören. Das Festpreis Depot ist ein wenig bekannter aber auch das Freebuy Depot hat seine Vorzüge.

Das Festpreis Depot hat denkbar einfache Konditionen. Jeder Trade kostet 5 Euro Orderprovision – dauerhaft. Wie bei allen anderen Anbietern kommen Handelsplatzgebühren oder ggf. Ordergebühren noch dazu. Eine Depotführungsgebühr oder ähnliches gibt es bei keinem Depot der Onvista Bank. Bei über 18.000 Fonds werden keine Ausgabeaufschläge berechnet und ETF-Sparpläne werden ab 50 Euro pro Rate angeboten. Neben konservativen Wertpapieren können auch Futures, Optionen und Optionsscheine gehandelt werden. Für Neukunden gibt es 100 Euro Handelsguthaben. Das bedeutet, dass die ersten 20 Trades von der Orderprovision befreit sind. Ein halbes Jahr nach Depoteröffnung verfällt das Guthaben. Im Depot Vergleich schneidet das Festpreisdepot mit sehr gut ab. Die Gebühren sind günstig und zudem klar ersichtlich, sowie ohne Kleingedrucktes.

Im Gegensatz zum Festpreis Depot ist das Freebuy Depot ein wenig anders aufgebaut. Die Depotführung ist ebenfalls kostenlos, allerdings kostet eine Transaktion ohne Freebuy, also kostenlose Ausführung, 5,99 Euro zuzüglich 0,23 % des Handelsvolumens. Für Verkäufe ist diese Gebühr immer zu zahlen. Käufe können dagegen von den Freebuys profitieren.

Bei Depoteröffnung gibt es zwei Freebuys gutgeschrieben. Das Guthaben auf dem Verrechnungskonto und die Anzahl der Transaktionen im Vormonat entscheiden darüber, wie viele Freebuys es für den vergangenen Monat gibt. Werden die Freebuys nicht aufgebraucht, können sie gesammelt werden. Diese Depotvariante ist besonders geeignet für Anleger mit hohem Guthaben auf dem Verrechnungskonto und vergleichsweise geringen Ordergrößen. Aufgrund der Einzigartigkeit dieses Modells und der sehr fairen Kostenstruktur für die genannten Anleger schneidet das Freebuy Depot von Onvista ebenfalls sehr gut im Depot Vergleich ab.

DKB Aktiendepot

DKB WertpapierdepotDurch eine besonders große Auswahl von bis zu 23.500 Fonds kann der DKB-Broker punkten. Alle Fonds werden dabei ohne Ausgabeaufschlag angeboten. Das Gebührenmodell ist ebenfalls sehr klar und verständlich. Jede Inlandsorder unter 10.000 Euro kostet 10 Euro Orderentgelt.

Die kosten für größere Käufe und für den Auslandshandel sind ähnlich einfach aufgebaut. Auch Japanische und US-Börsen stehen Ihnen als Kunden zur Verfügung. Sowohl für Depot als auch für das Verrechnungskonto fallen keine laufenden Kosten an. Diese kundenfreundliche Informationskultur der DKB sorgt für ein gutes Ergebnis im Aktiendepot Vergleich, obwohl andere Anbieter günstigere Konditionen bieten.

Flatex Depot

Als „Discount-Broker“ bezeichnet Flatex sich selbst. Während der ersten sechs Monate können wir das im Depot Vergleich auch bestätigen. Für 3,80 Euro können Inlandsorders im ersten halben Jahr als Neukunde erteilt werden. Danach wird die Kostenstruktur um einiges komplizierter.

Grundsätzlich bewegen sich die Ordergebühren im Bereich von 6 Euro. Produkte von Handelspartnern, wie der Deutschen Bank, UBS und HSBC sind allerdings kostenlos erhältlich. CFD´s und Fremdwährungspapiere stehen ebenfalls im Fokus von Flatex. Im Depotkonto Vergleich können wir Flatex erfahrenen Anlegern empfehlen, die auch riskante Papiere handeln möchten. Für Einsteiger ist dieser Anbieter eher ungeeignet. In unserem Depot Vergleich kommt Flatex insgesamt auf eine gute Bewertung.

Consorsbank Wertpapierdepot

Consorsbank Aktiendepot TestDas Wertpapierdepot der Consorsbank ist eines der kostspieligeren in unserem Depot Vergleich. Der Grundpreis einer Order liegt bei 4,95 Euro zuzüglich 0,25 % vom Orderwert. Insbesondere bei größeren Ordervolumen kommen schnell hohe Beträge zusammen. Dafür bietet die Consorsbank ein Demokonto auf dem Sie vor Depoteröffnung einen Eindruck bekommen können, wie das Depot aussehen wird. Diese Möglichkeit bietet bei weitem nicht jeder Anbieter.

Entsprechende Bonität vorausgesetzt kann auch für 5,51 % Effektivzins ein Wertpapierkredit in Anspruch genommen werden. Dieser birgt allerdings erhebliche Risiken und sollte nur nach gründlicher Prüfung genutzt werden. Insgesamt erreicht die Consorsbank im Online Depot Vergleich das Ergebnis „befriedigend“.

Degiro Aktiendepot

Degiro Depot VergleichMit Sitz in den Niederlanden ist Degiro zwar nicht durch die deutsche, aber durch die niederländische Einlagensicherung geschützt. Betrachtet man die Ordergebühren, ist Degiro der deutliche Sieger des Aktiendepot Vergleichs. Inländische Aktien werden an der Handelsplattform XETRA für 2 Euro zuzüglich 0,026 % vom Ordervolumen angeboten.

Für einen Orderbetrag von 1.000 Euro macht das lediglich Gebühren von 2,26 Euro. Aktiv gemanagte Fonds sind hier kaum erhältlich. Dafür diverse internationale Handelsplätze und alle Wertpapiergattungen handelbar. Für Anleger in Einzelaktien ist Degiro sehr interessant und erhält im Depot Vergleich ein „sehr gut“.


Erklärung: Girosammelverwahrung

Die Girosammelverwahrung ist die übliche Form der Lagerung von Wertpapieren. Bei einer Sammelbank werden Papiere von verschiedenen Eigentümern eingelagert. Der einzelne Kunde erwirbt dann ein Teileigentum am gesamten Bestand. Die Verwahrung erfolgt nach Wertpapierarten getrennt.

Aufgrund der Datenmengen, die im Aktienhandel entstehen ist diese Form der Aufbewahrung die preiswerteste und sicherste Lösung für die Anleger. In Deutschland ist die Sammelstelle für Wertpapiere die Clearstream International. Es handelt sich um eine vollständige Tochtergesellschaft der Deutschen Börse AG.


Erklärung der Risikoklassen

Nicht zuletzt durch das Programm zur Bankenregulierung MIFID II, müssen Banken alle angebotenen Wertpapiere in Risikoklassen einordnen. Dabei kann die Zuordnung von Bank zu Bank abweichen. Für einen Depot Vergleich erwachsener Kunden spielt die individuelle Einschätzung der Banken kaum eine Rolle, wird aber bei einem Aktiendepot für Kinder relevant. Grundsätzlich wird bei jeder Bank zwischen vier bis fünf verschiedenen Risikoklassen unterschieden. Als Kunde sollen Sie so direkt informiert sein, welches Risiko mit dem entsprechenden Finanzprodukt verbunden ist.

Risikoklasse 1

Das Ausfallrisiko dieser Klasse ist fast 0. Nur sichere Anlagen schaffen es in diese Risikoklasse. Dazu gehören Sichteinlagen, wie Sparbücher und Tagesgeld. Aber auch Anleihen europäischer Staaten mit hoher Bonität können zu Risikoklasse 1 gehören.

Risikoklasse 2

Auch Wertpapiere dieser Klasse sind konservativ zu beurteilen. Festverzinsliche Wertpapiere und Anleihen bester Bonität können genauso wie europaweite Rentenfonds in Risikoklasse 2 eingeordnet werden.

Risikoklasse 3

Wertpapiere dieser Risikoklasse bieten ein ausgewogenes Chance-Risiko-Profil. Die Schwankungen können bereits größer ausfallen als in den Klassen 1 und 2 aber grundsätzlich handelt es sich um sichere Anlagen. Aktien auf große europäische Unternehmen können ebenso zu dieser Kategorie zählen, wie Aktienfonds, Mischfonds oder internationale Rentenfonds.

Risikoklasse 4

Anleihen mit mittlerer Bonität und kleine Unternehmen finden in der Risikoklasse 4 platz. Generell haben Nebenwerte und außereuropäische Aktien meistens die Risikokategorie 4. Ein Investor in dieser Kategorie muss bereits deutlich mehr Wertschwankungen aushalten können.

Risikoklasse 5

Wertpapiere dieser Gattung sind als spekulativ einzuordnen. Optionen, Futures und andere Derivate zählen definitiv zu dieser Risikoklasse. Hochriskante Aktien können ebenfalls in der Klasse 5 eingeordnet werden. In dieser Risikoklasse muss mit einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals gerechnet werden. Im Fall von Derivaten sind sogar höhere Verluste möglich.

HINWEIS
In welche Wertpapiere, mit welcher Risikoklasse Sie letztendlich investieren, hängt von Ihrer Risikobereitschaft ab. Generell ist auch zu beachten, dass ein Wertpapier einer geringeren Risikoklasse meistens geringere Renditen erzielt. Der Spruch „Rendite kommt von Risiko“ ist an der Börse weit verbreitet. In den meisten Fällen ist er auch zutreffend. Bereits bei dem Online Depot Vergleich sollten Sie sich klar machen, welche Wertpapiere Sie später in dem Depot handeln möchten. Unter Umständen ist dann ein anderer Anbieter die bessere Wahl, als Sie zuerst angenommen haben.

5 Dinge auf die Sie achten müssen beim Vergleich

Wir gehen nun auf 5 Dinge ein, auf welche sie beim Depot Vergleich mit Direktbanken und Filialbanken achten müssen.

1.) Kosten

Der wesentlichste Punkt, den Sie beim Depot Vergleich im Auge behalten sollten, sind diverse Kosten. Sowohl Depotführungsgebühren, als auch Ordergebühren und Kosten für zusätzliche Leistungen. Überlegen Sie sich, wie Sie Ihr Depot nutzen möchten. Dann überschlagen Sie, welche Kosten dafür entstehen. Kosten der Depotbank schmälern letztendlich Ihre Rendite und sollten für einen Aktiendepot Vergleich immer herangezogen werden.

2.) Steuern

Je nachdem wo ein Broker ansässig ist, werden Kapitalertragssteuern bereits automatisch an das Finanzamt abgeführt. Es spielt dabei keine Rolle, ob sie Wertpapiere mit Gewinn verkaufen oder Zinsen, bzw. Dividenden erhalten. Auch Freistellungsaufträge können platziert werden. Bei ausländischen Brokern ist das nicht ohne Weiteres möglich, bei deutschen Brokern in der Regel kein Problem.

Für den Depot Vergleich spielt dieser Umstand insofern eine Rolle, dass Sie mehr Aufwand haben. Die Kapitalerträge müssen natürlich trotzdem in Ihrer Einkommenssteuererklärung angegeben werden. Ein Vorteil kann auf der anderen Seite sein, dass Sie die Steuern erst am Jahresende zahlen müssen. Es entsteht ein sogenannter Steuerstundungseffekt.

3.) Handelsumfang

Wenn Sie sich bereits Gedanken gemacht haben, welche Wertpapiere Sie handeln möchten und ob Sie eventuell Sparpläne nutzen wollen, sollten Sie beim Depot Vergleich auch darauf achten. Im schlechtesten Fall haben die Wertpapiere, die Sie kaufen möchten, bei dem falschen Broker schlechte Konditionen oder sind überhaupt nicht erhältlich. Sprechen Sie im Zweifel die Bank an. Dann können Sie einen fundierten Online Depot Vergleich für Ihre Bedürfnisse vornehmen.

4.) Service

Wenn Sie einmal Hilfe benötigen oder nicht weiter wissen, sollte die Bank Ihnen schnell, kompetent und freundlich zur Seite stehen. Rufen Sie einfach die Hotline des potenziellen Depotanbieters an und lassen sich für Ihren eigenen Depotkonto Vergleich etwas zu dem Produkt erklären. Sie werden selbst merken, ob Sie sich gut aufgehoben fühlen. Die Verfügbarkeit des Services ist ebenfalls entscheidend. Viele Banken sind bereits rund um die Uhr an jedem Wochentag erreichbar.

5.) Sonstige Leistungen

Rabattaktionen und Boni können bei zwei Favoriten in der engeren Wahl für eine Entscheidung sorgen. Sie sollten kein Hauptkriterium sein, aber kostenlose Käufe von bestimmten Papieren oder der Wegfall von Ausgabeaufschlägen beeinflusst direkt Ihre Kosten. Damit können diese Leistungen den Ausschlag im Depot Vergleich geben. Auch spezielle Handelssoftware kann ein Pluspunkt sein.

Aktiendepot eröffnen: So ist der Ablauf

Sobald Sie sich für ein Aktiendepot entschieden haben, können Sie auf der Homepage des Anbieters auf die Schaltfläche „Depot eröffnen“ klicken. Bei Filialbanken haben Sie auch die Möglichkeit, die Eröffnung in der Filiale abzuwickeln. Die Regel sind inzwischen aber Direktbanken. Sie folgen den Anweisungen auf dem Bildschirm und geben Ihre Daten an. Neben Name, Adresse und Co. sind auch einige steuerliche Informationen und die Nummern auf Ihrem Personalausweis notwendig.

Diese dienen der Authentifizierung. Nachdem der Antrag vollständig ausgefüllt wurde, können Sie ihn ausdrucken und sich per PostIdent in der nächsten Postfiliale identifizieren. Den Versand des Antrages übernimmt die Bank. Wenn Sie einen elektronischen Personalausweis besitzen oder das VideoIdent Verfahren vorziehen, können Sie den Antrag sogar elektronisch einreichen.

Nach einigen Tagen oder wenigen Wochen erhalten Sie Ihre Zugangsdaten für das Depot. Zugangskennung und Passwort werden in verschiedenen Briefen verschickt. Nachdem Sie die Bankverbindung des Verrechnungskontos kennen, können Sie Geld einzahlen und Aufträge platzieren.

Welche Kosten fallen an: Grundgebühr, Oderkosten & mehr

Für den Wertpapierdepot Vergleich haben wir einige Kosten berücksichtigt und auch bereits genannt. Welche Kosten es im Wertpapierhandel gibt und wofür diese entstehen, erfahren Sie hier.

Jahresgebühren oder Depotführungsgebühren

Jahresgebühren oder Depotführungsgebühren fallen für die Bereitstellung des Depots und die Kundenberatung an. Bei Filialbanken sind sie daher verbreiteter. Diese Gebühren werden meistens monatlich oder jährlich abgerechnet. Meistens handelt es sich um relativ geringe Beträge unter 50 Euro. Für einen Depotkontovergleich haben sie daher wenige Auswirkungen.

Ordergebühr

Die Ordergebühr nimmt dagegen einen größeren Anteil an den Gesamtkosten ein. Diese wird von der Bank erhoben und ist die Bezahlung für die Durchführung einer Wertpapiertransaktion. Die Ordergebühr kann als Pauschale, als Prozentsatz vom Ordervolumen oder einer Mischung aus beidem erhoben werden. Wenn keine Pauschale vereinbart ist, gelten zudem häufig Ober- und Untergrenzen. Die Untergrenze pro Transaktion liegt meistens bei ca. 10 Euro. Selbst wenn die Gebühr aufgrund eines geringen Orderbetrages unter 10 Euro liegen würde, muss dieser Mindestbetrag gezahlt werden, um die Gebühren der Bank abzudecken, die bei jeder Transaktion entstehen. Die Obergrenze der Gebühren liegt üblicherweise bei 40 bis 50 Euro.  Welche Gebührenvariante für Sie die beste ist, hängt von Ihrem Handelsverhalten ab und kann nicht pauschal bestimmt werden.

Sonstige Kosten

Limitgebühren entstehen bei einigen Brokern zusätzlich für das setzen oder streichen von Limits. Mit diesen können Sie festlegen, dass ein Auftrag erst über oder unter einem gewissen Kurs ausgeführt wird. Je nachdem wie intensiv Sie diese Funktion nutzen, sollten Sie beim Depot Vergleich darauf achten, dass der Broker keine Limitgebühren verlangt.

Telefongebühren fallen an, wenn Sie eine Order per Telefon erteilen möchten. Kaum eine Bank verzichtet darauf, weil ein erheblicher Mehraufwand entsteht. Diese Kosten können Sie nur sparen, wenn Sie die Aufträge online ausführen.

Fremdspesen sind eine Art der Ordergebühr und werden im Namen anderer Beteiligter einbehalten. Es handelt sich beispielsweise um Provisionen und das Börsenplatzentgelt.

Beim Kauf aktiver Investmentfonds sollten Sie ebenfalls die laufenden Kosten  und den Ausgabeaufschlag berücksichtigen. Diese fallen für die Verwaltung des Fonds, bzw. als Provision für die Bank an. Ausgabeaufschläge lassen sich bei vielen Direktbanken sparen und können ohne Probleme umgangen werden. Die laufenden Kosten lassen sich nur durch die Wahl eines anderen Fonds ändern. Aus ihnen werden der Fondsmanager, die Transaktionskosten und Weiteres bezahlt. Diese Art von Kosten wird direkt auf Fondsebene einbehalten und belastet den Kursverlauf des Produktes. Studenten bekommen übrigens teilweise bessere Angebote: Bestes Aktiendepot für Studenten


Definition eines Kleinanlegers

Den Begriff des Kleinanlegers kann man häufig auch mit dem des Privatanlegers gleichsetzen. Meistens kommen geringe Anlagesummen mit wenig finanzieller Grundbildung zusammen. Daher ist der Kleinanleger durch diverse Regularien vor Fehlberatungen und ungeeigneten Produkten geschützt. Kleine Anlagesummen sind übrigens Definitionssache.

Institutionelle Anleger bewegen oft mehrere Millionen oder gar Milliarden Euro pro Tag. Wer von diesen Beträgen weit entfernt ist, kann ohne Weiteres als Kleinanleger betrachtet werden. Per Definition ist ein Kleinanleger übrigens immer eine natürliche Person. Ein Unternehmen kann also kein Kleinanleger sein.


Depot bei Haushank oder Online-Borker: Vor- und Nachteile

Zuletzt ist die Entscheidung zwischen Hausbank und Online-Broker eine Glaubensfrage. Beide Varianten bieten ihre Vor- und Nachteile.

Hausbank /Filialbank: Die Hausbank bietet persönliche Beratung und betreut Sie durch einen festen Kundenbetreuer. Sie daher immer den gleichen Ansprechpartner. Fragen und Aufträge können Sie persönlich stellen. Auch bezüglich einzelner Wertpapiere werden Sie in der Filiale oder am Telefon beraten. Dem gegenüber stehen höhere Gebühren für diese Services. Zudem wurde immer wieder in Frage gestellt, wie gut und neutral die Beratung der Banken tatsächlich ist. Bei aktiven Fonds werden oft eigene Produkte bevorzugt und Einzelaktien oder ETF´s nicht näher berücksichtigt. Das kann Sie als Kunden einiges an möglicher Rendite kosten.

Online-Broker / Direktbank: Diese Gefahr besteht bei Online-Brokern nicht. Meistens bei Direktbanken geführt, gibt es keine Wertpapierberatung. Ob Sie diesen Umstand als Vor- oder Nachteil auffassen, ist Ihnen überlassen. Sie sind frei darin, welche Wertpapiere Sie kaufen. Informieren müssen Sie sich jedoch selbst. Auch werden Sie nicht umfangreich vor riskanten Produkten gewarnt. Dafür sind die Kosten um ein Vielfaches niedriger. Insbesondere in der Ansparphase eines Depots können Sie jeden Euro an gesparten Ordergebühren gut gebrauchen.


Wie funtktioniert ein ETF Sparplan

Ein ETF Sparplan funktioniert im Grundsatz sehr einfach. Sobald Sie einen Depot Vergleich durchgeführt und erfolgreich ein Wertpapierdepot bei einem Broker eröffnet haben, können Sie starten. Bei einmaligen Handelsaufträgen können Sie nur ganze Stücke eines Wertpapieres kaufen. Der Preis dafür wird anhand des aktuellen Kurses zuzüglich der Gebühren berechnet. Ein Sparplan für ETF’s bindet Sie dagegen nicht an diese Vorgabe. Wir haben übrigens in einem Beitrag schon einmal untersucht welches Aktiendepot für ETF’s am besten eignet: Bestes ETF Depot

Sie geben lediglich den Sparplanbetrag und den gewünschten ETF an. Darüber hinaus bestimmen Sie, wann und in welchen Abständen der Sparplan ausgeführt wird. Grenzen sind Ihren Möglichkeiten nur bei der Auswahl der ETF´s und der Sparplanrate gesetzt. Eine Mindestrate von 25 Euro oder 50 Euro müssen Sie bei fast jedem Anbieter leisten.

Im Depot Vergleich bieten die meisten Banken Sparpläne an. Wie viele ETF´s sparplanfähig sind, unterscheidet sich dagegen von Bank zu Bank. Immer wenn der Sparplan ausgeführt wird, wird Ihr Depotkonto mit der Sparrate belastet und die Wertpapiere werden Ihrem Depot gutgeschrieben. Dabei kann es sich auch um Teile eines ETF`s handeln. Wenn Sie den Sparplan nicht mehr fortführen möchten, können Sie ihn einfach deaktivieren oder löschen.


Hinweise für Aktien-Einsteiger

Die wohl wichtigsten Hinweise für Aktien-Einsteiger sind „Machen Sie sich schlau!“ und „Fangen Sie an!“. Es fällt auf, dass diese beiden Aufforderungen im Gegensatz zueinander stehen. Wenn Sie bisher keine Berührung mit dem Aktienmarkt hatten, ist es unerlässlich, sich zu informieren. Sie können dies auf Finanzblogs, in Büchern oder Kursangeboten tun. Ein gewisses Grundwissen reicht allerdings. Sie benötigen kein Studium, um in Aktien zu investieren.

Daher gilt der zweite Hinweis anzufangen und praktische Erfahrungen zu sammeln. Ein grundlegendes Wissen wird Sie bereits vor vielen groben Fehlern bewahren. Der sprichwörtliche Sprung ins kalte Wasser hilft Ihnen außerdem dabei, mit geringen Summen Erfahrungen zu sammeln. So können Sie austesten, wie Sie mit den Schwankungen am Aktienmarkt umgehen können. Darüber hinaus sollten Sie immer eigene Entscheidungen treffen. In turbulenten Börsenjahren hilft Ihnen genau das, Ihre Wertpapiere nicht direkt zu verkaufen. Hören Sie nicht auf Tipps von Börsengurus oder Empfehlungen in sozialen Netzwerken.

Da niemand die Zukunft voraussehen kann, wird Ihnen keine seriöse Quelle sagen, welche Aktie in einem Jahr mehr wert ist als heute. Abschließend sollten Sie immer eine genügend große Risikostreuung einhalten. Wenn Sie in mehr als nur einen Wert investieren, sind Sie weniger abhängig von branchen- oder unternehmensspezifischen Entwicklungen.


Broker in der Schweiz und Österreich?

Internationale Anbieter wie Flatex und Degiro, die bereits in unserem Depot Vergleich untersucht wurden, werden auch in Österreich angeboten. Darüber hinaus gibt es diverse lokale Anbieter von Depots. DADAT, Hellobank und Bankdirekt sind einige der Anbieter. Ein großer Unterschied zu Österreichischen Brokern ist die Depotgebühr pro Position. Oft werden Gebühren in Abhängigkeit der Positionsanzahl im Depot erhoben. Für Kunden mit vielen Wertpapieren und Investoren in Einzelaktien entstehen dadurch unter Umständen sehr hohe Kosten.

Auch in der Schweiz gibt es namhafte Anbieter wie UBS oder die Züricher Kantonalbank. Im Vergleich zu deutschen Anbietern sind die Kosten jedoch extrem hoch. Im Depot Vergleich fallen bei Schweizer Brokern beispielsweise Umsatzabgaben auf Depotumsätze an. Darüber hinaus sind die Grundgebühren weiter verbreitet als in Deutschland und auch noch wesentlich höher.


Depot Test von Stiftung Warentest, Finanztest & weiteren

Viele Institutionen haben sich intensiven Tests gewidmet, um verschiedene Depots und Banken zu testen. Beispielsweise hat sich die Stiftung Warentest mit ihren Finanzexperten von Finanztest diesem Thema angenommen. In unserem eigenen Beitrag haben wir die Ergebnisse des Testes zusammengefasst: Online-Broker Test Stiftung Warentest

Der Online-Broker Test der Stiftung Warentest ist sehr aktuell und wurde im Dezember 2018 veröffentlicht. Aus den Verlagshäusern Bertelsmann und Burda werden ebenfalls regelmäßig Depot Tests veröffentlicht. Die Zeitschriften Focus Money und Stern stecken hinter diesen Verlagen. Auch wenn die Tests sehr auf die Kostenfaktoren eingehen, bleiben andere Kundenbedürfnisse ein wenig außen vor. Eine Filialbank schafft es nicht auf die oberen Plätze. Die Stiftung Warentest lässt an dieser Stelle mehr Neutralität durchblicken.

Depot Test Vergleich
Die Zeitschrift Finanztest gehört zu Stiftung Warentest und hat einen Online-Broker Test veröffentlicht

Quellen und interessante Links

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