Was ist ein Spread? Erklärung & Definition

Den Begriff „Spread“ haben Sie bestimmt schon einmal in den Finanzmedien gehört. Aber was ist ein Spread eigentlich? Wie wirkt er sich auf Ihre Investitionen aus? Diese Fragen möchten wir in diesem Artikel beantworten. Schließlich sollen Sie wissen, wie Sie den Spread bei Ihren Investitionen berücksichtigen können. Sollten Ihnen übrigens Begriffe wir „Geld-Brief-Spanne“ im Bezug auf den Aktienmarkt über den Weg laufen, ist damit das Gleiche gemeint wie mit dem Spread.

Grundlagen: Was ist ein Spread?

Allgemein ist ein Spread die Spanne zwischen zwei wirtschaftlichen Größen. Bezogen auf den Aktienmarkt ist es die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs eines Wertpapiers. Als Investor haben Sie ein Interesse daran, dass diese Spanne möglichst gering ist. Schließlich wollen Sie Aktien tendenziell günstig kaufen. Eine große Geld-Brief-Spanne kann hierbei jedoch im Weg sein. Denn jede Aktie hat einen sogenannten Geld- und einen Briefkurs.

Diese werden auch als Bid und Ask bezeichnet. Als Briefkurs gilt das günstigste verfügbare Verkaufsangebot. Dies können beispielsweise 100 Euro sein. Der Geldkurs ist dagegen der höchste Betrag, den die Käuferseite bereit ist zu bezahlen. Angenommen, das sind 95 Euro. Die 5 Euro dazwischen (oder 5 %) sind der Spread. Ein negativer Spread ist nicht möglich, weil dann grundsätzlich jede Transaktion zustande kommen würde, bis sich wieder ein Unterschied zwischen Geldkurs und Briefkurs bildet.

Was ist der Spread

Generell ist der Spread kein fester Wert. Er kann pro Wertpapier, Tageszeit und Handelsplatz schwanken. Sie können den aktuell gültigen Betrag jedoch in der Regel vor Ordererteilung bei Ihrem Broker einsehen.

Hinweis

Der Spread entsteht nur aufgrund von Limitorders. Marktaufträge werden sofort ausgeführt für den jeweils verfügbaren Kurs. Würde in oben stehendem Beispiel ein Investor eine Aktie für 50 Euro verkaufen, fände er schließlich sofort einen Käufer. Daher ist der Spread auch geringer, je häufiger ein Wertpapier gehandelt wird. Denn dann gibt es mehr Kauf- und Verkaufsangebote für das Papier. Die Chance, dass Orders ausgeführt werden, steigt dann tendenziell.


Der Spread bei CFDs und anderen Hebelprodukten

Ein Spread entsteht jedoch nicht immer durch die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage. Einige Produkte enthalten von sich aus einen Spread beziehungsweise die Broker schlagen diesen auf. CFDs sind ein mögliches Beispiel hierfür. Viele CFD-Broker verlange keine Gebühren. Weder für die Depotführung noch für den Handel. Im Gegenzug leben sie vom Spread. Sie bieten die Produkte ein wenig teurer an Sie als Endkunden an, als der eigentliche Kurs gerade ist. Am Forex-Markt läuft es beispielsweise ähnlich. So zahlen Sie Ihre Gebühren indirekt über den Kursunterschied. Achten Sie daher unbedingt darauf, wie hoch der Spread genau ist.


Handlungsmöglichkeiten

Interessant zu wissen ist jetzt natürlich, wie Sie den Spread minimieren können. Schließlich möchten Sie nicht mehr zahlen als nötig. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wir gehen dabei bewusst auf Aktien und andere klassische Wertpapiere ein. Bei Hebelprodukten hängt der Spread im Regelfall ausschließlich von der Wahl des Brokers ab.

Wenn Sie hier Unterstützung benötigen, schauen Sie sich gerne unseren CFD-Broker Vergleich an.

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Zurück zu den herkömmlichen Börsen. Hier können Sie beispielsweise Limitorders verwenden. Sie geben also von Beginn an vor, zu welchem Kurs der Auftrag ausgeführt werden soll. Wird der Kurs nicht erreicht, findet auch keine Ausführung statt. Nachteile bergen Limitorders kaum. Lediglich das Risiko, dass der Auftrag verspätet oder gar nicht ausgeführt wird, ist zu erwähnen.

Eine andere Option zur Reduzierung der Kosten sind die richtigen Handelszeiten. Wie bereits erwähnt, wird der Spread tendenziell kleiner, je höher das Handelsvolumen ist. Dieses ist während der regulären Öffnungszeiten der Börsen für gewöhnlich am höchsten. Für US-Börsen müssen Sie allerdings die Zeitverschiebung beachten. Wichtig für das Handelsvolumen ist außerdem das richtige Wertpapier.

Wenn Sie beispielsweise eine Aktie handeln, die so klein oder unbekannt ist, dass Sie kaum einen Käufer oder Verkäufer finden wird der Spread sicherlich höher sein als bei einem Standardwert. Daher kann es auch sinnvoll sein, sich von gewissen Titeln zu lösen oder ausschließlich mit Limitorders zu arbeiten.

Hinweis

Achten Sie bei kleineren Wertpapieren auch bei Limitorders auf die sogenannten Orderzusätze. Andernfalls könnte Ihr Auftrag in mehreren Teilen ausgeführt werden, was zusätzliche Kosten verursachen kann. Der Zusatz „Kill or Fill“ bedeutet beispielsweise, dass eine Order entweder vollständig ausgeführt oder gelöscht wird.

Fazit

Wenn Sie zukünftig Wertpapiere handeln, können Sie den Spread hoffentlich ein wenig besser verstehen. Außerdem können Sie ihn mit dem richtigen Wertpapier, der richtigen Orderart und der richtigen Handelszeit so klein halten wie möglich. Denn je größer der Unterschied zwischen Geld- und Briefkurs, desto mehr Gewinn müssen Sie erst einmal machen, um überhaupt diesen Unterschied aufzuholen. Das schmälert letztendlich Ihre Rendite.

Die Grundlagen mit Beispielen können Sie auch noch einmal in diesem Video finden.

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Tobias Baumann

Mein Name ist Tobias und ich beschäftige mich sowohl beruflich als auch in meiner Freizeit mit Geldanlage und Finanzen. Ich interessiere mich sowohl für Aktien, Fonds, ETFs als auch klassische Geldanlagen wie Festgeld oder Tagesgeld. Auf finanz-markt.com schreibe ich über meine Erfahrung und informiere über Neuigkeiten aus der Finanzbranche.