10 schweizer Aktien die man kennen sollte

Die Schweizer haben nicht nur Ricola erfunden, sie haben auch einige interessante schweizer Aktien. Auch deshalb, weil schweizer Unternehmen als vorsichtig und vorausschauend gelten, gibt es hier möglicherweise gute Investments. In diesem Artikel wollen wir Ihnen daher 10 schweizer Aktien vorstellen, die möglicherweise interessant für Sie sind. Zusätzlich gehen wir auf wichtige Punkte im Umgang mit Aktien aus der Schweiz ein.

Hinweis
Wir führen keine Anlageberatung durch und empfehlen keines der nachfolgenden Wertpapiere. Anlagen am Kapitalmarkt können im Wert schwanken. Theoretisch ist auch ein Totalverlust der Investition möglich. Informieren Sie sich daher vorab selbstständig. Wenn Sie noch kein Aktiendepot haben, um Aktien zu kaufen, schauen Sie sich unseren Vergleich an: Depot Vergleich

Die Besonderheiten von schweizer Aktien

Gegenüber anderen Aktien sind schweizer Werte durchaus etwas besonderes. Dies beginnt bereits bei der Währung der Schweiz. Der schweizer Franken ist eine der stabilsten Währungen weltweit und gilt als sicherer Hafen für Anleger. Gleichzeitig sind die Schweizer und Ihre Banken bekannt für ihre Verschwiegenheit. Daher fließt tendenziell viel Geld in die Schweiz. Den lokalen Unternehmen schadet dies bestimmt nicht.

Dennoch sollten Investoren bedenken, dass es nach einer Auseinandersetzung mit der EU nicht mehr möglich ist, schweizer Aktien an den europäischen Börsen zu handeln. Diesen Schritt ist die Schweiz selbst gegangen, da ein Rahmenabkommen mit der EU gescheitert war. Für Sie als Anleger ist es aber trotzdem möglich, schweizer Aktien zu handeln. Sie können diese entweder im Direkthandel (OTC) oder an einer schweizer Börse kaufen oder verkaufen. Dies ist allerdings in der Regel teurer als der Kauf an einem deutschen Handelsplatz.

10 schweizer Aktien

10 Ausgewählte schweizer Aktien

Hier wollen wir Ihnen unsere persönliche Auswahl an Aktien aus der Schweiz präsentieren. Es muss sich dabei nicht zwingend um die Titel handeln, die auch zukünftig erfolgreich sein werden, aber bisher schnitten diese Aktien sehr gut ab. Verschaffen Sie sich einfach selbst einen Blick.

Novartis

Bei Novartis handelt es sich um einen Pharmakonzern mit Sitz in Basel. Stand 2020 handelt es sich um das größte Pharmaunternehmen der Welt. In diversen Unternehmenssparten betreiben die Schweizer die Forschung an Impfstoffen und Medikamenten gegen unterschiedlichste Krankheiten. Beispielsweise umfasst das Angebot von Novartis Medikamente gegen Migräne, Neurodermitis oder sogar Krebs. Das Risiko eines Pharmaunternehmens ist dennoch die Abhängigkeit von der teuren Forschung. Die Zulassungsprozesse für Medikamente sind langwierig und eine finale Zulassung ungewiss. Dennoch scheint das Risiko bei Novartis breit gestreut zu sein.

Nestle

Einen weiteren Superlativ liefert Nestle. Das Unternehmen wurde bereits 1866 gegründet und ist der größte Lebensmittelkonzern der Welt. Nestle vertreibt beispielsweise Getränke, Gesundheitsprodukte, Milchprodukte oder Süßwaren. Sie wären erstaunt, welche Produkte alle von diesem Unternehmen stammen. Insgesamt besitzt Nestle nach eigenen Angaben mehr als 2.000 Marken. Gleichzeitig gab es immer wieder Kritik an Nestels Umgang mit den eigenen Lieferanten und Produktionsressourcen. So wurde das Unternehmen zum Sinnbild dafür, der Bevölkerung in Rohstofflieferländern in beispielsweise Afrika „das Wasser abzugraben“.

Swiss RE

Rückversicherungen gibt es nicht nur in Deutschland. Neben der Hannover RE oder der Münchener Rückversicherung gibt es einen „Versicherer der Versicherer“ auch in der Schweiz. Nach der Münchener Rück handelt es sich um Platz 2 der Rückversicherungen auf der Welt. Die Gesellschaft engagiert sich hauptsächlich am Markt für Sachversicherungen und Lebensversicherungen. Wie andere Versicherer auch, ist die Swiss RE natürlich von den äußeren Umständen abhängig. Die Demografie und auch Naturereignisse spielen eine wichtige Rolle für den Ertrag der Gesellschaft.

Lindt & Sprüngli

Wenn die Schweiz für etwas bekannt ist, dann ist es ihre Schokolade. Die Marke Lindt genießt daher auf der ganzen Welt höchste Anerkennung. Ursprünglich als kleine Schokoladenmanufaktur gegründet, ist Lindt zu einem Weltkonzern herangewachsen. Der goldene Osterhase gehört beispielsweise in vielen Ländern zu den markantesten Wiedererkennungssymbolen. Gleichzeitig benötigen Sie für eine Lindt-Aktie ein wenig Kleingeld. Schließlich kostet eine einzelne Aktie regelmäßig mehr als 80.000 schweizer Franken.

Roche

Ein weiterer Pharmariese aus der Schweiz ist Roche. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 100.000 Mitarbeiter . Diese forschen beispielsweise auf den Gebieten Virologie und Neurologie. Trotz dass Roche diverse Medikamente entwickelt hat, gibt es immer wieder Kritik an der Preispolitik des Unternehmens. Für Aktionäre mögen die hohen Preise erst einmal kein Nachteil sein. Dennoch handelt es sich um einen ethischen Aspekt.

ABB

Bei der ABB Ltd. handelt es sich um einen Schwedisch-Schweizerischen Energiekonzern. Der Hauptsitz ist sowohl in Schweden als auch in Zürich in der Schweiz. ABB ist folglich in zukunftsträchtige Entwicklungen, wie Windenergie, Ladestationen für E-Autos und Robotiklösungen involviert. Für die schweizer Aktien, die wir hier vorstellen, ist dieser Fokus auf industrielle Lösungen beinahe einzigartig. Von daher handelt es sich um eine etwas andere schweizer Aktie.

Kühne + Nagel

Das internationale Fracht- und Speditionsunternehmen Kühne + Nagel bringen nur wenige mit der Schweiz in Verbindung. Trotz seinem Unternehmenssitz in Bremen handelt es sich aber um eine schweizer Gesellschaft. Mit ihren Beteiligungen an fast 200 weiteren Unternehmen handelt es sich um einen der größten Spediteure weltweit.

Schindler

Die Schindler Aufzüge AG ist, wie fast alle schweizer Unternehmen bereits sehr lange im Geschäft. Das Unternehmen kann auf eine mehr als 100-Jährige Geschichte zurückblicken. Schindler ist ein Produzent von Aufzügen und Fahrtreppen. Sie sind also bestimmt schon einmal mit einem der Produkte in Kontakt gekommen.

Julius Bär

Bei Julius Bär handelt es sich um eine Bank aus der Schweiz. Die Privatbank verwaltet gut 400 Milliarden schweizer Franken Kundenvermögen. Damit gehört sie zu einem der größten Vermögensverwaltern Europas. Neben der Vermögensverwaltung verdient Julius Bär auf mit Beratungen und Kommissionsgeschäften Geld. In der Vergangenheit geriet die Investmentbank allerdings immer wieder mit Steuerfahndern und Whistleblowern in Konflikte. Das mag auch das wechselhafte Kursbild erklären.

Partners Group

Die letzte schweizer Aktie unserer Vorstellung zeigt erneut, wie vielfältig der schweizer Aktienmarkt ist. Bei der Partners Group handelt es sich abermals um eine Vermögensverwaltungsgesellschaft, jedoch mit dem Fokus auf Private Equity. Das Unternehmen finanziert folglich Start-Ups und beteiligt sich auch anderweitig als Risikokapitalgeber. Auch in Immobilienfinanzierungen ist das Unternehmen stellenweise eingebunden. Auf diesem Weg möchte die Partners Group ihren Kunden ein breit gestreutes Portfolio bieten.

 

Tobias Baumann

Mein Name ist Tobias und ich beschäftige mich sowohl beruflich als auch in meiner Freizeit mit Geldanlage und Finanzen. Ich interessiere mich sowohl für Aktien, Fonds, ETFs als auch klassische Geldanlagen wie Festgeld oder Tagesgeld. Auf finanz-markt.com schreibe ich über meine Erfahrung und informiere über Neuigkeiten aus der Finanzbranche.