Postbank Depot Test 2021: Kosten, Gebühren, Prämien & Erfahrungen

Einen Postbank Depot Test haben bereits einige Verbraucherschützer und Redakteure durchgeführt. Wir möchten hier die Ergebnisse dieser Tests aufgreifen und Ihnen einen vollständigen Überblick über das Postbank Depot verschaffen. Denn auch ein Postbank Depot Test kann nur zu schnell einseitig werden und wichtige Faktoren auslassen.

Nach unserer Zusammenführung dieser Daten können Sie sich ein eigenes Bild von der Postbank und ihrem Wertpapierangebot machen. Und genau dies ist die Grundlage dafür, dass Sie sich richtig entscheiden. Denn auf mehrere Jahre können auch Fehlentscheidungen bei einem Wertpapierdepot teuer werden.

ZUM AKTUELLEN DEPOT-ANGEBOT DER POSTBANK 

Die Postbank ist eine der Tochtergesellschaften der Deutschen Bank. Dennoch bietet sie eigenständig Produkte an und ist allein durch die gelbe Farbe der Filialen unverwechselbar. Sollten Sie übrigens eher einen Vergleich mehrerer Depotalternativen wünschen, schauen Sie auch in unserem übergreifenden Depot Vergleich vorbei.

ÜBRIGENS

Eines möchten wir hier vorab klarstellen. Die Postbank hat außer ihrer Farbgebung keine rechtliche Gemeinsamkeit mehr mit der Deutschen Post. Häufig werden die Filialen zwar in den gleichen Räumlichkeiten untergebracht, aber es sind dennoch unterschiedliche Unternehmen.


Postbank Depot Test: Bestehende Testberichte

Postbank depot test Sehr bekannt und in hohem Maße vertrauensvoll ist die Stiftung Warentest. Einen eignen Postbank Depot Test haben die Verbraucherschützer zwar nicht durchgeführt, aber dafür haben sie in einem groß angelegten Test gleich mehrere Anbieter berücksichtigt. Sie sollten bei diesem Postbank Depot Test aber immer im Hinterkopf behalten, dass die Stiftung Warentest vorrangig auf die Depotkosten und Ordergebühren schaut.

Natürlich sind diese wichtig, aber zu einem umfassenden Wertpapierangebot gehört auch noch mehr. Wir können jedoch so viel verraten: Die Postbank schneidet im Test unter den Filialbanken mit am besten ab. Direktbanken können Ihr Angebot natürlich noch günstiger am Markt platzieren, bieten dafür aber keine persönliche Betreuung. Was Ihnen wichtiger ist, müssen Sie letztendlich selbst entscheiden.

Der Postbank Depot Test und auch alle anderen Anbieter werden von der Stiftung Warentest in die Bereiche Onlineorders und Filialorders unterteilt. Wir werden im Rahmen unseres gesamten Vergleiches auf die Onlineorders eingehen. Filialorders sind unserer Ansicht nach schlichtweg zu teuer und werden auf Kurz oder Lang vom Markt verschwinden.

Wenn Sie sich den gesamten Test der Stiftung Warentest anschauen möchten, finden Sie diesen hier.

Einen Postbank Depot Test hat auch das ETF-Vergleichsportal „justETF“ durchgeführt. Wenig überraschend fokussiert sich dieser Test auf die Kosten und die Handelbarkeit von ETFs. Insbesondere bei Sparplänen auf ETFs schneidet die Postbank sehr gut ab. Selbst einige Onlinebroker schlagen die 90 Cent pro Sparplan nicht. Das Angebot mit 100 ETFs wird ebenfalls als genügend bewertet. Darüber hinaus gibt es immer wieder Aktions-ETFs der Anbieter iShares und Xtrackers. Der Postbank Depot Test von just ETF kommt zu dem Schluss, dass es sich um ein sehr gutes ETF Depot für Einsteiger im Wertpapierhandel eignet.


Unsere Meinung zum Postbank Depot

Postbank aktiendepotWir sind ebenfalls der Meinung, dass es sich um ein gut strukturiertes Angebot für Einsteiger im Wertpapierhandel eignet. Hier können Sie Ihre ersten Schritte auf dem Börsenparkett machen und im Zweifel auch in der Filiale persönliche Beratung bekommen. Dennoch sollten Sie im Vorfeld Ihre eigene Anlagestrategie entwickeln.

Das kostengünstigste Depot bietet die Postbank hier keinesfalls an, aber das soll es auch nicht sein. Für Trader und Anleger mit vielen Transaktionen pro Jahr können wir das Postbank Depot nicht empfehlen. Sowohl bezüglich der Benutzeroberfläche als auch in Hinblick auf die Gebühren gibt es bessere Anbieter.

Allerdings finden wir das Depot für unerfahrene Anleger aber auch für Langfristanleger mit wenigen Transaktionen pro Jahr nicht schlecht. Es gibt jedoch bessere, wie man im Depot Vergleich sieht. 

ZUM AKTUELLEN DEPOT-ANGEBOT DER POSTBANK 

Depot im Überblick

Das Postbank Depot ist ein kostenfreies Wertpapierdepot, was jedoch durch eine Filialbank angeboten wird. Daher ist auch eine persönliche Beratung möglich. ETF-Sparpläne werden für 0,90 Euro ausgeführt und für Fonds wird ein Kommissionsentgelt von 1,25 % erhoben. Auch das zugehörige Depotverrechnungskonto führt die Postbank kostenlos.

Generell ist die Preisstaffel der Postbank sehr übersichtlich und gut verständlich aufgebaut. Komplizierte Rechnungen gibt es nicht. Zudem ist die Benutzeroberfläche durchgängig klar und intuitiv gestaltet. Selbst, wenn Sie bisher noch kein Wertpapierdepot besessen haben, werden Sie sich schnell im Postbank Depot zurechtfinden. Sie können es sogar vorab im Demomodus anschauen.

Das Postbank Depot im Quick-Check:

  • Das Depot ist kostenfrei.
  • Sie können online oder in der Filiale handeln.
  • Die Preise sind einfach und übersichtlich kalkuliert.
  • Die Benutzeroberfläche ist selbsterklärend.
  • Das Depot ist sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Langfristanleger geeignet.

Vorteile und Nachteile auf einen Blick

Gegenüber verbesserungswürdigen Punkten findet sich beim Postbank Depot einiges an Vorteilen, dies es zu erwähnen gilt. Die kostenfreie Depotführung ist zwar inzwischen bei Direktbanken Standard, aber bei Filialbanken und ihren Depots durchaus etwas Besonderes. Die Verfügbarkeit von mehr als 2.300 Fonds und ETFs ist ebenfalls alles andere als gering. Zudem können Sie an Neuemissionen teilnehmen und Auszahlungspläne anlegen. Sparpläne gibt es ebenfalls.

Hier sind bis zu 100 ETFs und zahlreiche Fonds handelbar. Acht davon sind derzeit sogar kostenlos. Auch die Auswahl an Börsen ist nicht schlechter als die bei anderen Banken. Im Inland können Sie an 9 Parkettbörsen sowie der elektronischen Handelsplattform Xetra Orders aufgeben. Ausgewählte Börsen im Ausland ergänzen dieses Angebot.

Im Rahmen der Richtlinien für deutsche Banken bietet die Postbank ebenfalls einen Depotwechsel-Service und eine umfangreiche Einlagensicherung an. Auch die Sicherheitsverfahren der Bank mit einem mobile TAN-Verfahren und einem Verfahren zur elektronischen Signatur sind absolut zeitgemäß.

Jedoch bietet die Postbank nur die weitgehend geläufigen Wertpapiere zum Handel an. Aktien, Fonds und ETFs stellen kein Problem dar. Auch Zertifikate und Anleihen sind handelbar. Derivate, wie beispielsweise Optionen und Futures können hier jedoch nicht gehandelt werden. Auch die Kosten für die Änderung einer Order sind uns negativ aufgefallen.

Passen Sie hier am besten auf, denn die Streichung einer Order ist im Gegensatz zu deren Änderung kostenfrei. Ansonsten müssen wir nur die relativ hohen Kosten bemängeln, wobei dies immer relativ ist. Je nachdem, was Sie sich von einem Depot erhoffen sind die aufgerufenen Preise möglicherweise auch nicht „zu“ teuer. Erwähnenswert ist jedoch, dass bei der Postbank kein Direkthandel angeboten wird. Einige Wertpapiere sind deshalb unter Umständen nicht handelbar.

Ein technischer Aspekt, den es seitens der Bank zu verbessern gilt ist auch die fehlende mobile App. Möglicherweise wird diese Anwendung jedoch noch nachgeliefert.

Vorteile

  • kostenfreie Depotführung
  • mehr als 2.300 Fonds und ETFs
  • mehr als 100 ETF-Sparpläne und diverse Fonds-Sparpläne
  • 10 inländische und weitere Ausländische Handelsplattformen
  • Depotwechselservice
  • Einlagensicherung
  • moderne Sicherheitsverfahren

Nachteile

  • kein Handel von Derivaten, wie Optionen und Futures
  • Kostenpflichtige Orderänderung
  • insgesamt hohe Preise
  • kein Direkthandel
  • keine App

Handelsangebot: Aktien, ETF’s, Fonds & mehr

Für langfristig orientierte Anleger reicht das Handelsangebot der Postbank vollkommen aus. Day-Trader dagegen dürften es als zu eingeschränkt betrachten. Häufig von der Bank selbst beworben und eines der verbreitetsten handelbaren Wertpapiere sind Fonds. Ein Fonds wird von einem sogenannten Fondsmanager verwaltet und beinhaltet mehrere Wertpapiere unterschiedlicher Gattungen. Für die Leistung des Fondsmanagers wird eine jährliche Verwaltungsgebühr fällig, die vom Fondsertrag direkt abgezogen wird.

Da es immer wieder Kritik an den hohen laufenden Kosten von Fonds gab wurden ETFs entwickelt. Diese sind ebenfalls im Postbank Depot handelbar. Ein ETF ist ebenfalls eine Art Fonds, jedoch ohne Manager. Er bildet einen Index (zum Beispiel den DAX) nach und kann dies mit wenig Aufwand bewerkstelligen. Der Ertrag wird zwar nie besser sein, als der Vergleichsindex, aber auch nicht schlechter.

Die Aktie ist das klassische Wertpapier und existiert von den hier genannten Wertpapieren am längsten. Es handelt sich um eine Unternehmensbeteiligung, die Sie an der Börse erwerben können. Im Gegenzug erhalten Sie ein Stimmrecht auf der Hauptversammlung, haben das Recht am Gewinn in Form von Dividenden teilzuhaben und profitieren von einem steigenden Unternehmenswert. Selbstverständlich sind Hunderte Aktien bei der Postbank handelbar.

Ebenfalls im Handelsangebot finden sich Anleihen und Zertifikate. Das Volumen dieser Gattungen ist meistens eher gering. Anleihen stellen eine Schuldverschreibung dar. Sie erhalten Zinsen und am Ende den investierten Betrag zurück. Anleihen können von Staaten oder Unternehmen herausgegeben werden. Zertifikate werden primär für den Handel mit Rohstoffen verwendet. Gold, Silber, Öl und viele andere Rohstoffe werden mit Zertifikaten abgebildet und müssen so nicht physisch erworben werden.


Konditionen: Gebühren und Kosten

Onvista Depot Test

Wie wir bereits angeschnitten haben, sind die Gebühren nicht die günstigsten am Markt, aber sie sind dennoch keinesfalls überzogen. Einen Vergleich mit anderen Banken finden Sie hier: Depotgebühren Vergleich.

Die Ordergebühren geben wir in der unten stehenden Tabelle nur in Form der möglichen Reichweite an. Im Preisverzeichnis finden Sie die gesamte Aufstellung. Die Gebühren der Bank sind in festen Staffeln nach Ordervolumen aufgeteilt. Bis 1.200 Euro an Inlandsbörsen zahlen Sie also pauschal 9,95 Euro. Bis 2.600 Euro sind es 17,95 Euro Gebühren. In der höchsten Stufe betragen die Handelsgebühren nur noch 0,28 % vom Orderwert.

Für ETFs lohnt es sich, sofern diese sparplanfähig sind, einen Sparplan anzulegen, anstatt einmalig zu kaufen. Denn aufgrund der Pauschale von 0,90 Euro pro Sparplanausführung und einer maximalen Sparrate von 1.000 Euro können Sie hier sogar günstiger handeln als bei vielen reinen Onlinebanken. Das es inzwischen aber auch immer mehr kostenlose Aktiendepots gibt würden wir uns nicht auf die höhen Gebühren der Postbank einlassen.

Bezüglich der Auszahlpläne der Postbank sei zusätzlich erwähnt, dass nur einige spezielle Fonds im Rahmen eines Auszahlplans verwendet werden können. Dann wird ein Einmalbetrag in den Fonds investiert und nach vorher bestimmten Raten wieder ausgezahlt. Das Kommissionsentgelt beim Kauf des Fonds sind die einzigen Kosten, die die Postbank für dieses Produkt berechnet.

Kosten und Gebühren
Depotführung 0,00 EUR
Limit einrichten / ändern 0,00 EUR / 2,50 EUR
Sparplan einrichten 0,00 EUR
Depotübertrag 0,00 EUR
Einrichtung einer Quellensteuervorabbefreiung nicht bekannt
Ausstellung eines Tax Voucher nicht bekannt
Ordergebühr an inländischen Börsen 9,95 EUR – 69,95 EUR
Ordergebühr an ausländischen Börsen 32,95 EUR – 79,95 EUR
Ausführung von Sparplänen 0,90 EUR pro Ausführung
Ausführung von Auszahlplänen 0,00 EUR
HINWEIS

Einige Banken erheben zusätzliche Gebühren auf erhaltene Dividenden. Die Postbank verzichtet sowohl bei inländischen als auch bei ausländischen Dividenden darauf.


Depoteröffnung: So läuft es ab

Der Prozess bei der Depoteröffnung unterscheidet sich ein wenig, je nachdem, ob Sie bereits ein anderes Konto bei der Postbank besitzen. Wenn ja, müssen Sie lediglich den Eröffnungsantrag für das Depot versenden. Eine weitere Legitimation, abgesehen von einer TAN, ist nicht notwendig.

Sollten Sie noch kein Kunde der Postbank sein, läuft die Depoteröffnung ein wenig umfangreicher ab. Unter diesem Link können Sie alle notwendigen Daten direkt in das Eröffnungsformular eintragen. Wählen Sie zuerst aus, ob Sie ein Einzel- oder Gemeinschaftsdepot eröffnen möchten. Bestätigen Sie diese Eingabe mit „weiter“. Im folgenden Formular müssen Sie Ihre persönlichen Daten eingeben. Zudem haben Sie anzugeben, wo Sie steuerpflichtig sind. Sollte Ihnen Ihre Steueridentifikationsnummer vorliegen, können Sie diese hier direkt eintragen. Die Steueridentifikationsnummer finden Sie auch auf Ihrem letzten Steuerbescheid. Im nächsten Fenster fahren Sie mit der Eingabe Ihrer Anschrift und der Kontaktdaten fort.

Die folgenden Fragen dienen der Bestimmung Ihrer Risikoklasse. Hierzu sind ihr Einkommen und Ihre Anlagestrategie einzugeben. Zudem wird Ihr höchster Schulabschluss benötigt. Im Folgenden müssen Sie detailliertere Angaben zu Ihrer Erfahrung mit Wertpapieren geben. Dazu gehören die gehandelten Papiere und die Häufigkeit des Handels. Zuletzt geben Sie die Bankverbindung Ihres Referenzkontos (für Auszahlungen) und Ihre E-Mail-Adresse an. Danach können Sie den Auftrag drucken. Sie müssen diesen in einer Filiale der Deutschen Post abgeben und sich dort mithilfe des PostIdent Verfahrens identifizieren. Kosten entstehen Ihnen dabei keine. Ein Junior Depot bietet die Postbank derzeit unseres Wissen nach nicht an.

Schritt-für-Schritt erklärt:     

  • Depotantrag online aufrufen
  • Antrag ausfüllen
  • Den ausgefüllten Antrag ausdrucken
  • Antrag per PostIdent legitimieren
  • Auf den Versand der Unterlagen durch die Bank warten

Außerbörslicher Handel

Besonders für exotische Wertpapiere oder solche, die nur an ihren Heimatbörsen handelbar sind, ist der außerbörsliche Handel, oder auch Direkthandel, eine gute Alternative. Diesen gibt es bei der Postbank jedoch nicht. Sie können ausschließlich über die vorhandenen Börsenplätze Aufträge abwickeln.

HINWEIS

Als „exotisch“ im oben genannten Sinne zählen übrigens bereits schweizer Aktien. Da diese Papiere an europäischen Börsen derzeit nicht handelbar sind, bleiben nur schweizer Börsen oder der Direkthandel außerhalb der Börse. Beides ist bei der Postbank nicht möglich, weshalb schweizer Wertpapiere maximal per Depotübertrag eingeliefert werden können. Unter Umständen geht aber selbst das nicht, weil die Papiere im Zieldepot nicht handelbar sind.


App für Smartphone und Tablet

Onvista Depot App für Smartphone

Auch in Sachen Digitalisierung muss die Postbank sich derzeit anderen Konkurrenten geschlagen geben. Eine App für das Depot wurde bisher nicht entwickelt. Es ist lediglich möglich, das Depot auch im Browser von Smartphone und Tablet zu verwenden. Die Funktionen stehen in vollem Umfang zur Verfügung und immerhin ist die Seite auf eine mobile Ansicht optimiert.


Musterdepot möglich?

Bezüglich eines Musterdepots ist die Postbank hingegen sehr vorbildlich unterwegs. Neben dem normalen Anmeldebildschirm für die Depots gibt es die Auswahl „Demo-Konto testen“. Klicken Sie darauf, können Sie sich ohne vorherige Registrierung in das Musterdepot einloggen. Hier sehen Sie alle Funktionen und auch die grafische Darstellung des Depots. Bis auf wenige Ausnahmen können Sie auch Käufe und Verkäufe simulieren oder Sparpläne anlegen. So können Sie ein gutes erstes Gefühl dafür bekommen, ob Ihnen diese Anwenderoberfläche gefällt.

Der Handel oder die Simulation von individuellen Wertpapieren ist dagegen nicht möglich. Echte Daten werden in dem Musterdepot nicht verwendet und alle Eingaben und Änderungen nach Schließen der Sitzung gelöscht. Somit ist dieses Musterdepot nicht als Watchlist oder zur Überprüfung einer Anlagestrategie geeignet.

Das Musterdepot der Postbank finden Sie hier: Link


Ablauf Depotwechsel / Depotübertrag

Zwischen deutschen Banken ist ein Depotübertrag inzwischen sehr einfach möglich. In einem unserer vergangen Beiträge haben wir gezeigt welche Banken mit der höchsten Depotwechsel Prämie locken. Die Postbank war hier leider nicht dabei, doch erhebt sie wenigstens keine Kosten beim Wechsel zur oder von der Postbank. Unter deutschen Banken werden auch die Einstandskurse mit übernommen. Diese dienen als Steuerberechnungsgrundlage und sind immens wichtig. Wenn Sie zur Postbank wechseln wollen, müssen Sie den Depotübertrag bei Ihrem derzeitigen Anbieter beantragen.

Hier können wir leider keine Tipps im Detail geben, weil der Prozess bei jeder Bank anders ist. Sie können den Auftrag zur Übertragung natürlich auch bei dem empfangenden Institut einreichen, aber dieses leitet es lediglich an die bisherige Bank weiter. Es kommt also aufs Gleiche hinaus und kostet nur Zeit.

Wenn Sie aber von der Postbank zu einem anderen Anbieter wechseln möchten oder einzelne Positionen übertragen wollen, können wir Ihnen einige wertvolle Hinweise geben.

Zuerst sind in dem Formular alle persönlichen Daten auszufüllen. Danach folgen die Informationen zu der Bank, die die Wertpapiere aktuell verwaltet. Zur genaueren Bestimmung folgen die jeweiligen Konto- oder Depotnummern. Auf der folgenden Seite können Sie wählen, ob Sie das gesamte Depot übertragen möchten oder sich auf einzelne Positionen beschränken wollen. Sie können dann im Folgenden verschiedene Arten von Übertragungen auswählen.

  • Übertragung und Kündigung des Depots
  • Übertragung auf ein eigenes Depot
  • Übertragung auf ein fremdes Depot (Schenkung)
  • Übertragung auf ein fremdes Depot (Veräußerung)

Nachdem der Antrag ausgefüllt und unterschrieben ist, versenden Sie ihn an die Postbank. Diese wird Ihrem Auftrag dann entsprechen. Depotübertrage können jedoch mehrere Wochen dauern. Unter Umständen müssen Sie sich hier ein wenig gedulden.


Sparplanangebote

Onvista Depot Sparplanangebote (1)

Im Postbank Depot können Sie zwei Arten von Sparplänen ausführen. Zum einen handelt es sich um ETF-Sparpläne. Rund 100 ETFs sind bei der Postbank sparplanfähig und kosten lediglich 0,90 Euro pro Ausführung.

Wiederkehrende Beträge zwischen 25 Euro und 1.000 Euro pro Sparplan sind möglich. Immer wieder gibt es außerdem Aktions-ETFs, die sogar gänzlich kostenfrei bespart werden können. Außerdem kann der Sparplan mit einer Dynamik ausgestattet werden. Dann erhöht er sich jedes Jahr um wahlweise 5 % oder 10 %. Die Ausführung ist monatlich, zweimonatlich oder quartalsweise möglich.

Neben den ETF-Sparplänen gibt es auch Sparplanangebote auf aktive Fonds. Hier gibt es keine pauschale Vergütung, sondern es wird ein Kommissionsentgelt von maximal 1,25 % pro Sparrate erhoben. Dies ist abhängig von dem ausgewählten Fonds. Ab 50 Euro kann ein Fondssparplan angelegt werden. Eine Obergrenze gibt es nicht. Die Ausführung kann im gleichen Rhythmus wie oben beschrieben stattfinden. Die Wahl zwischen 01. und 15. eines Monats zur Ausführung ist zusätzlich möglich. Auch die Dynamik der ETF-Sparpläne ist hier möglich.


Bestehende Erfahrungen und Kundenbewertungen lesen

Dank des Internets können Sie nicht nur recherchieren welche Anbieter es am Markt gibt und ob es beispielsweise einen Postbank Depot Test gibt, Sie können auch die Bewertungen anderer Kunden lesen. Wir können Sie nur vollends dazu ermuntern, denn insbesondere auf Vergleichsseiten, bei denen es viele Bewertungen gibt, zeichnet sich häufig ein sehr realitätsnahes Bild.

Wir haben uns für Sie ebenfalls einmal umgeschaut und Ergebnisse für das Postbank Depot verglichen. Tatsächlich gibt es nicht sonderlich viele Meinungen zu dieser Bank, weil bekannte Onlinebanken deutlich stärker frequentiert sind und auch aktiv darum werben online bewertet zu werden. Die bestehenden Bewertungen decken sich aber mit unseren Erkenntnissen. Einige Funktionen der Postbank werden als nicht sonderlich umfangreich beschrieben und die Konditionen sind immer wieder ein Thema. Dennoch stellt niemand in Zweifel, dass das Postbank Depot das tut, was es soll.

<b>TIPP</b>

Achten Sie bei Bewertungen im Internet generell auf deren Glaubwürdigkeit. Genügend Details und eine korrekte Rechtschreibung sind erste Hinweise für eine vertrauenswürdige Bewertung. Dabei können sowohl positive als auch negative Bewertungen auf unwahren Begebenheiten basieren. Vertrauen Sie also nicht nur blind auf Bewertungen, sondern machen Sie sich Ihr eigenes Bild.


Erfahrungen und Meinungen auf Youtube

Bisher hat sich kein Youtube Kanal die Arbeit gemacht, seine Erfahrungen und Meinungen zum Postbank Depot in einem Video zusammenzufassen. Dennoch gibt es viele Videos zum Thema Depoteröffnung. Genau deshalb können Sie die fünf Kriterien für ein gutes Aktiendepot gerne selbst auf die gesammelten Informationen der Postbank übertragen. So können Sie selbst entscheiden, ob es sich bei der Postbank um einen guten Anbieter handelt.


Ablauf der Kündigung des Aktiendepots

Die Kündigung eines Wertpapierdepots läuft grundsätzlich nicht andern ab, als der Antrag. Jetzt entfällt allerdings die Authentifizierung, weil die Bank Ihre Unterschrift bereits vorliegen hat. Für Ihre Kündigung müssen Sie kein spezielles Formular verwenden. Ein selbst erstelltes Schreiben genügt vollkommen. Nennen Sie darin

  • Ihren Kündigungswunsch
  • Ihren Namen
  • Ihre Adresse
  • und Ihre Depotnummer

und senden Sie das Schreiben an die Postbank. Wichtig zu wissen ist, dass die Kündigung erst ausgeführt wird, wenn das Depot keinen Bestand mehr aufweist. Sie können die Wertpapiere also vorab übertragen oder veräußern. Im Fall einer Übertragung können Sie sich auch den Abschnitt zum Depotübertrag ansehen und das entsprechende Formular Ihrer Kündigung beilegen. Dann wird zuerst der Depotübertrag ausgeführt und anschließend das Depot geschlossen. Ein eventuelles Guthaben auf dem Verrechnungskonto wird auf das hinterlegte Referenzkonto ausgezahlt.


ACHTUNG

In letzter Zeit kommt es immer häufiger vor, dass Kunden, die bei einer Bank Ihre Konten kündigen, dort nicht wieder erneut angenommen werden. Wertpapierdepots sind davon insbesondere betroffen. Daher sollten Sie das Depot nur dann kündigen, wenn Sie auch sicher nicht dorthin zurück möchten.


Kundenservice: Kontaktmöglichkeiten

Weil es sich bei der Postbank um eine Filialbank handelt, können Sie natürlich problemlos einen Termin in jeder beliebigen Filiale vereinbaren. Sie können also persönlich Kontakt aufnehmen und alle Fragen oder Anliegen klären. Alternativ können Sie sich auch wie folgt an die Bank wenden:

  • Mail: wertpapiere@postbank.de
  • Nachrichtenfunktion: nicht vorhanden
  • Telefon: 0228 5500 5536
  • Fax: 0228 5500 5515
  • Post: Postbank Bonn, Friedrich-Ebert-Allee 114-126, 53113 Bonn

Wertpapierkredit

Ein Wertpapierkredit kann insbesondere in Zeiten niedriger Zinsen sehr hilfreich sein, wenn es darum geht, die Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital etwas zu erhöhen. Denn dadurch, dass Sie sich Geld leihen und dieses ebenfalls investieren, steigt Ihre Rendite. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Ihr Gewinn größer ist, als der Zinssatz des Kredites. Daher bergen Wertpapierkredite auch immer ein Risiko.

Bisher hat sich das Depot der Postbank nicht als optimale Lösung für risikobereite und erfahrene Anleger gezeigt. Das Thema Wertpapierkredit zeigt in die gleiche Richtung. Es gibt nämlich keinen Wertpapierkredit bei der Postbank.


HINWEIS

Ein Wertpapierkredit wird nur bis zu der Beleihungsgrenze des Depots gewährt. Sinkt der Kurs der Wertpapiere, sinkt auch Ihr möglicher Kreditrahmen. Dann müssen Sie entweder einen Teil des Kredites sofort tilgen oder dem Depot neue Einlagen zur Verfügung stellen.


Sicherheit und Anlegerschutz

Die Postbank ist als deutsches Kreditinstitut verpflichtet, Einlagen auf den Verrechnungskonten bis mindestens 100.000 Euro absichern. Diese Einlagensicherung geht jedoch aufgrund freiwilliger Vorkehrungen noch weiter und umfasst derzeit mehrere Millionen Euro pro Kunde. Da üblicherweise solche Beträge nicht auf Verrechnungskonten liegen, sind Sie hier absolut sicher. Die Wertpapiere und Fonds gehören ohnehin nur Ihnen und werden von der Bank lediglich verwahrt.

Zum Thema Cyber-Security lassen sich die Banken natürlich nicht in die Karten gucken. Dennoch sind die verwendeten TAN-Verfahren und Freigabemethoden marktüblich und haben sich bereits bewiesen.

Sollte es dennoch aus irgendeinem Grund Probleme geben, ist die BaFin, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, dafür zuständig, einzugreifen. Wenn Sie sich mit einer schriftlichen Beschwerde an die BaFin wenden, erhalten Sie in jedem Fall eine Antwort. Sollte es tatsächlich Grund zum Eingreifen geben, wird die BaFin mit der jeweiligen Bank Kontakt aufnehmen.


Aktionen und Prämien

Zusätzlich versuchen einige Banken neue Kunden mit Depotwechsel- oder Eröffnungsprämien zu locken. Solche Prämien gibt es zwar derzeit bei der Postbank nicht, aber im Rahmen der ETF-Sparpläne gibt es derzeit eine zeitlich begrenzte Aktion.

Denn statt der ohnehin günstigen 0,90 Euro pro Sparplanausführung zahlen Sie auf 8 ETFs der Marke „Xtrackers“ oder „DWS“ gar keine Gebühr. Der Kauf erfolgt dann tatsächlich kostenlos. Dabei können Sie ETFs deutsche, europäische oder internationale Indizes wählen. Werfen Sie einfach einen Blick auf die Aktion und bewerten für sich selbst, ob Sie einen interessanten ETF finden können.

ACHTUNG

Prämien beim Depotwechsel, genauso wie bei Strom- oder Handyanbietern sind im Rahmen des Einkommensteuergesetzes steuerpflichtig. Sie sollten daher in der Steuererklärung angegeben werden. Wenn Sie hierzu Fragen haben, kontaktieren Sie bitte einen Steuerberater.


Zusammenfassung: Unser Fazit

Alles in allem ist das Postbank Depot sehr solide. Im Postbank Depot Test wird es sogar als eine der günstigsten Filialbanken bewertet. Im Vergleich mit Onlinebanken können die Preise jedoch nicht mithalten und wenn Sie Wert auf den Handel mit Derivaten, Futures, den Direkthandel oder einen Wertpapierkredit legen, werden Sie hier vermutlich weniger fündig. Für Einsteiger eignet sich das Depot aber hervorragend. Es ist einfach strukturiert, schnell verständlich und bietet die nötige Beratung. Daher kommt es zwar an, wie viele Vorkenntnisse und welche Erwartungen Sie haben, aber wir bewerten das Postbank Depot mit GUT.

 

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