Aktien für die Zukunft: Langfristig orientiert

Aktien für die Zukunft sucht wahrscheinlich jeder langfristig orientierte Anleger. Aber auf welche Kriterien müssen Sie achten, wenn Sie zukunftsfähige Unternehmen finden wollen – und was bedeutet zukunftsfähig überhaupt? Diesen Fragen möchten wir hier nachgehen und Ihnen Antworten liefern. Erwarten Sie sich daher keine Liste mit 10 Aktien, die wir zweifelsohne für „die Zukunft“ halten. Auch wir können nur Vermutungen anstellen, welche Unternehmen in Zukunft besser dastehen als heute.

Hinweis
Bitte beachten Sie, dass wir Ihnen ein reines Informationsangebot zur Verfügung stellen. Es handelt sich nicht um eine Anlageberatung. Alle im Text genannten Aktien dienen nur zur Verdeutlichung. Investitionen am Kapitalmarkt bergen Verlustrisiken – informieren Sie sich daher unbedingt selbstständig. Wenn Ihnen allerdings noch grundlegende Informationen wie beispielsweise zu einem Wertpapierdepot fehlen, können Sie natürlich unseren Vergleich nutzen. >>Depot Vergleich<<

Aktien für die Zukunft: Warum überhaupt?

Inzwischen ist hinlänglich bekannt, dass Aktien langfristig eine der erfolgversprechendsten Anlageformen sind, die es gibt. Mit Anlagen in Aktien können Sie langfristig Renditen oberhalb der Inflation erreichen und beispielsweise fürs Alter vorsorgen. Trotzdem nutzen aktuell weniger als 10 Prozent der Deutschen diese Chance. Doch hier stellt sich uns nicht nur die Frage, warum es Aktien werden sollen. Wir fragen uns auch: Was sind Aktien für die Zukunft. Einfach formuliert handelt es sich dabei um Unternehmen, die zukunftsfähig sind. Unternehmen „die es auch morgen noch gibt“. Schließlich lässt sich beispielsweise eine Wirecard schlecht als Aktie für die Zukunft betiteln.

Aktien für die Zukunft sind also die Anteile solcher Unternehmen, die für die Zukunft gewappnet sind. Je besser diese Unternehmen ihre Hausaufgaben gemacht haben, desto mehr werden sie möglicherweise profitieren, ihre Gewinne steigern und an Wert zulegen können. Für Sie als Anleger bedeutet dies eine positive Rendite. Je länger Sie investiert bleiben, desto stärker können Sie von den Entwicklungen eines Unternehmens und dem Zinseszinseffekt profitieren.

Die einzelnen Faktoren, die auf zukunftsorientierte Aktien hindeuten können, möchten wir Ihnen hier kurz erläutern.

Aktien für die Zukunft

Zukunftsfaktor 1: Disruption

Der erste Erfolgsfaktor von Unternehmen kann eine disruptive Technologie sein. Als disruptiv werden Entwicklungen bezeichnet, die einen Markt komplett verändern können. Sie lassen bisherige Produkte und Dienstleistungen einfach verschwinden und ersetzen sie mit einer neuen Technologie. Hierfür gibt es unzählige Beispiele. Smartphones sind dabei sicherlich eine der disruptivsten Technologien der Neuzeit. Sie können Navigationssysteme, Notizblöcke, Taschenrechner, Diktiergeräte und vieles weiteren unnötig machen und kombinieren alle Funktionen in einem handlichen Gerät.

Disruption können Sie allerdings keinem Unternehmen alleine zusprechen. Sie können nur überprüfen, ob ein Unternehmen solche Anwendungen für sich nutzt oder eher Schaden durch disruptive Entwicklungen nimmt. Ein Unternehmen das in den vergangenen Jahren stark davon profitiert hat ist beispielsweise Apple. Allerdings können diverse Technologieaktien als disruptiv bezeichnet werden und waren möglicherweise genau deshalb so erfolgreich.


Zukunftsfaktor 2: Burggraben

Ein sogenannter Burggraben, auch bekannt als „Economic Moat“, beschreibt das Alleinstellungsmerkmal eines Unternehmens. Dieses können Maschinen, Menschen, Fertigungsverfahren oder andere Faktoren sein. Wichtig ist jedoch, dass andere Unternehmen diesen Burggraben nicht einfach überwinden können. Er ist somit ein Schutz gegen Wettbewerber und hält Kunden am eigenen Unternehmen. In der Medizintechnik können beispielsweise Patente einen wichtigen Burggraben darstellen. Im Einzelhandel mögen es dagegen eher Marken sein. Diese können zudem hervorragend vor Wettbewerbern geschützt werden.

International sind die beiden Konzerne Disney und Coca Cola gute Beispiele für einen tiefen Burggraben. Fast jeder Mensch auf dem Planeten kennt die Erfrischungsgetränke des Coca Cola Konzerns. Alleine, dass das Unternehmen das Erscheinungsbild des Weihnachtsmannes im Rahmen einer Werbekampagne maßgeblich mitgestaltete spricht für sich. Auch Disney hat mit seiner eigenen Welt aus Themenparks, Filmcharakteren und Merchandise eine eigene Welt geschaffen. Diese Welt prägt viele Menschen bereits in jungen Jahren und hält sie am Unternehmen. Unternehmen, die über solch mächtige Burggräben verfügen, können viele Jahre erfolgreich am Markt agieren.


Zukunftsfaktoren 3: Demografischer Wandel

Die Bevölkerungsstruktur in der westlichen Welt ändert sich. Die Überalterung tritt immer mehr zum Vorschein und es ist derzeit kein Ende dieses Trends in Sicht. Unternehmen die auf Produkte und Dienstleistungen für Senioren spezialisiert sind werden gute Chancen haben ihre Umsätze und Gewinne über die kommenden Jahrzehnte weiter zu steigern. Ein Sektor der hier immer wieder genannt wird sind Betreiber von Alters- und Seniorenheimen und speziellen Wohnanlagen für ältere Menschen. Ein Beispiel dafür ist Omega Healthcare und LTC Properties.


Zukunftsfaktor 4: Anpassungsfähigkeit

Die beiden erstgenannten Faktoren helfen jedoch kaum, wenn ein Unternehmen nicht anpassungsfähig ist. Langfristig können sich nur solche Unternehmen behaupten, die sich der Kundennachfrage anpassen und „mit der Zeit gehen“. Nachhaltigkeit, Service, Arbeitsbedingungen und Technologien sind nur einige Beispiele. In diesen Bereichen mussten sich viele Unternehmen anpassen, um nicht vom Markt zu verschwinden. Das Beispiel, was wir an dieser Stelle anführen möchten, hat weniger mit erfolgreicher Anpassungsfähigkeit zu tun. Denn bei den meisten Unternehmen ist es leichten Anzeichen zu finden, dass die Anpassungsfähigkeit nicht ausreicht. Sie können diesen Punkt also als potenziellen Warnindikator verwenden.

Eine der bekanntesten verpassten Chancen der Neuzeit ist sicherlich die Entwicklung des Smartphones. Das finnische Unternehmen Nokia ging davon aus, dass die Handys Anfang der 2000er bereits ausgereift waren. Den Trend zum Smartphone belächelte man dagegen. Die Folge war, dass sich das Unternehmen den neuen Gegebenheiten am Markt nicht mehr stellen konnte und den Vertrieb von Handys aufgeben musste. Inzwischen gibt es Nokia immer noch, jedoch mit einem anderen strategischen Fokus. Ob Sie dieses Beispiel als Exemplar einer erfolgreichen oder gescheiterten Anpassung verstehen, bleibt Ihnen überlassen.

ETFs als Alternative zu Aktien für die Zukunft

Wie können Sie aber als Investor in Aktien für die Zukunft investieren, wenn Sie weniger Recherche betreiben möchten? Die Antwort können möglicherweise ETFs liefern. Diese passiven Fonds bündeln verschiedene Aktien und erlauben Ihnen als Anleger, alle Aktien auf einmal zu kaufen. Abhängig von der Anlagesumme erwerben Sie natürlich nur Bruchstücke. Jeder ETF bezieht sich auf einen Index. Dieser bestimmt, welche Aktien oder andere Wertpapiere aus welchen Regionen der Welt enthalten sind. Am bekanntesten dürfte inzwischen der MSCI World Index sein. Dieser umfasst circa 2.600 Unternehmen aus verschiedenen Industrienationen.

ETFs als Alternative zu Aktien fuer die Zukunft

Im Kontext von zukunftsfähigen Aktien können wir natürlich annehmen, dass viele der Unternehmen für die Zukunft in so einem ETF enthalten sind. Zumal Aktien, die die oben genannten Bedingungen erfüllen schnell ein großes Gewicht in solchen Indizes einnehmen können. Schließlich bleibt anderen Investoren auch nicht verborgen, dass die Unternehmen erfolgreich handeln. Wer ganz gezielt auf Zukunftstechnologien setzen will, für den könnte der ARK Innovations ETF interessant sein:

Daher können Sie alternativ zum sogenannten Stock Picking auch auf einen oder mehrere ETFs setzen, um sich für die Zukunft zu rüsten. Wenn Sie von einem Themengebiet besonders überzeugt sein sollten, gibt es auch die Möglichkeit zu sogenannten Themen-ETFs, die dann beispielsweise Wasserstoff, Kryptowährungen oder erneuerbare Energien abdecken.

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Tobias Baumann

Mein Name ist Tobias und ich beschäftige mich sowohl beruflich als auch in meiner Freizeit mit Geldanlage und Finanzen. Ich interessiere mich sowohl für Aktien, Fonds, ETFs als auch klassische Geldanlagen wie Festgeld oder Tagesgeld. Auf finanz-markt.com schreibe ich über meine Erfahrung und informiere über Neuigkeiten aus der Finanzbranche.